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Foliertes Fahrzeug
Für Fahrzeughalter

Folieren statt lackieren? – Was Sie über das Folieren von Fahrzeugen wissen sollten

Markus Müller

Markus Müller

06 Okt 2020

Die einen wünschen sich eine extravagante Farbgebung, die anderen eine individuelle Design-Gestaltung, Werbung oder ein Firmenbranding oder einfach Schutz für den bestehenden Lack. Die Fahrzeuglackierung hat hier seit geraumer Zeit eine ernstzunehmende Konkurrenz: die Folierung, auch unter Car Wrapping bekannt, bei der die Folien direkt über den Lack gezogen werden. Grundsätzlich können alle glatten und gut erreichbaren Fahrzeugoberflächen foliert werden. Das Anbringen ist nicht unwiderruflich, denn bei Nichtgefallen oder anstehender Rückgabe des Leasingfahrzeugs kann die Folie problemlos wieder entfernt werden.

Welche Autofolierungen gibt es?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen den fünf Folierungsarten Car Wrapping, Teilfolierung, Branding, Schutzfolierung sowie der Scheibenfolierung.

Car Wrapping – Hierbei wird die hoch elastische und selbstklebende Kunststofffolie großflächig auf das Fahrzeug aufgebracht. Es kann auch die gesamte Karosserie beklebt werden.

Teilfolierung – Wie der Name bereits vermuten lässt, werden bei dieser Variante nur Teile des Fahrzeugs beklebt. Ein gutes Beispiel hierfür sind Polizeifahrzeuge, die silber lackiert und ansonsten mit Folie beklebt sind.

Branding – Beim Branding geht es um das Etablieren und/oder Vermarkten von Produkten und Marken. Dazu werden beispielsweise Schriftzüge mit Hilfe von Folie auf die Fahrzeuge aufgebracht.

Lackschutzfolierung – Diese besonders dicke transparente Folie schützt den Lack vor Kratzern und Steinschlag, weswegen sie meist über den Frontbereich gezogen wird.

Scheibenfolierung – Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) hat strenge Regelungen bezüglich der Autofolierung im Bereich der Autoscheiben. Grundsätzlich dürfen die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe foliert werden. Glasflächen, die das Sichtfeld des Fahrers einschränken könnten, dürfen nicht foliert werden.

Die Vor- und Nachteile der Autofolierung

Vorteile:

  • Schneller und preiswerter als die Fahrzeuglackierung
  • Guter Lackschutz
  • Unbegrenzte Auswahl an Farben und Designs
  • Individuelle Designs möglich
  • Farbeffekte durchführbar, die mit Lackieren nicht möglich sind
  • Folie kann restlos entfernt werden
  • Keine Minderung des Wiederverkaufswertes

Nachteile:

  • Begrenzte Haltbarkeit der Folie (4–6 Jahre)
  • Hoher Aufwand bei schwer erreichbaren Stellen des Fahrzeugs
  • Mögliche Farbunterschiede durch Verblassen des Lacks, der nicht foliert war

Worauf Sie beim Folieren von Leasingfahrzeugen achten sollten

In der Regel haben Leasinggeber gegen eine Folierung nichts einzuwenden. Wichtig ist jedoch, dass das Fahrzeug bei Ende des Leasingvertrags wieder in den Originalzustand versetzt wird. Damit beim Folieren oder beim späteren Entfernen der Folie keine Schäden am Lack entstehen, sollten Sie das Fahrzeug am besten nicht selbst bekleben, wenn Sie keine Fachkenntnisse besitzen.

Was kostet eine Fahrzeugfolierung?

Die Preise für eine Folierung können stark variieren, denn hier spielen neben der Fahrzeugklasse auch der Umfang und der damit verbundene Aufwand der Folierung eine Rolle. Achten Sie besonders auf die Qualität der Folie. Günstige Folie scheint auf den ersten Blick auszureichen, aber im Nachhinein können Probleme entstehen, wenn der Kleber sich nicht mehr richtig lösen lässt.

Als Faustregel gilt: Ab etwa 1.500 € ist eine qualitativ gut ausgeführte Folierung zu erwarten, Teilfolierungen können auch günstiger ausfallen.

Kann die Folie selbst angebracht werden?

Sie kann. Aber: Das Folieren ist eine schwierige Handwerksarbeit, die am besten vom Fachmann erledigt werden sollte. So empfiehlt es auch der ADAC. Denn das Anbringen der Folie erfordert Fachwissen, Erfahrung und auch das richtige Werkzeug.

Pflege der Folie

Die Pflege eines folierten Fahrzeugs kann per Hand oder in der Waschanlage erfolgen. Vom Einsatz von Heißwachs in der Waschstraße oder Wachs bei der Handwäsche wird abgeraten. Einige Folienhersteller raten dazu, ausschließlich Waschanlagen mit textilen Waschelementen zu nutzen, um mögliche Kratzer durch Nylonbürsten zu vermeiden. Wer sein Fahrzeug mit dem Hochdruckreiniger säubern möchte, sollte einen Mindestabstand von ca. 50 cm einhalten und nicht direkt auf die Kanten der Folien zielen.

Die Folie soll entfernt werden – Was ist zu beachten?

Wird bei der Fahrzeugfolierung eine Haftfolie verwendet, so lässt sich diese sorgfältig entfernen, wenn die Folie von oben nach unten abgezogen wird. Die Außentemperaturen sollten nicht unter 20 Grad und nicht unbedingt über 25 Grad liegen. Je hochwertiger die Folie, desto leichter ist in der Regel auch die Entfernung. Zur Entfernung sollte ein Heißluftföhn verwendet werden.

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