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Auto im Winter
Für Fahrzeughalter

Wie Sie Ihr Fahrzeug winterfest machen – und warum das so wichtig ist

Markus Müller

Markus Müller

17 Dez 2020

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, können die damit verbundenen Witterungsverhältnisse für Verkehrsteilnehmer zu einer echten Herausforderung werden. Vor allem Schneefall und Glätte erhöhen das Unfallrisiko, aber auch Regen und Laub können Gefahrenquellen sein. Umso wichtiger also, das Auto rechtzeitig winterfest zu machen. Wir erklären Ihnen, was dabei beachtet werden muss, welche Dinge essentiell, welche optional sind.

Winterreifen aufziehen

In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, dass durch die Straßenverkehrsordnung zwar kein expliziter Zeitraum, wohl aber gewisse Umstände für die Nutzung von Winterreifen festgelegt sind. Eine Strafe riskiert derjenige, der bei winterlichen Straßenverhältnissen wie Glätte oder Schneematsch ohne Winterreifen fährt. Spätestens ab Temperaturen unter sieben Grad wird es Zeit für ein winterliches Profil. Die spezielle Gummimischung von Winterreifen ist für niedrige Temperaturen ausgelegt, da sie auch bei Minusgraden ausreichend elastisch ist, um eine hinreichende Kraftübertragung zu erreichen. Besonderes Augenmerk sollte hier auf die Profiltiefe gelegt werden. Gesetzlich ist ein Mindestmaß von 1,6 mm vorgeschrieben, Experten sagen allerdings, dass eine optimale Haftung auf der Fahrbahn erst ab mindestens 4 Millimetern gewährleistet wird.

Batterie prüfen

Seit vielen Jahren geht sie mit weitem Abstand als häufigste Pannenursache aus der Pannenstatistik hervor: Die Autobatterie. Für eine lange Haltbarkeit ist Sauberkeit ein wichtiger Faktor. Die Pole sollten stets frei von Schmutz sein und gut gefettet werden. Ebenfalls wichtig: die regelmäßige Überprüfung des Stands der Batterieflüssigkeit. Für eine lange Lebensdauer der Batterie sorgt auch die umsichtige Nutzung von Stromfressern wie beheizbare Heckscheiben oder die Sitzheizung. Kommt die Autobatterie an kalten Morgen nur widerwillig ins Stottern oder springt das Fahrzeug erst gar nicht mehr an, ist sie womöglich zu alt oder schwach und es ist höchste Zeit für einen Check-Up oder den Austausch. Beachten Sie: Bei Minusgraden kann eine Batterie schneller schwächeln. Um auch unterwegs für den Ernstfall gewappnet zu sein, empfiehlt es sich, ein Starthilfekabel dabei zu haben.

Frostschutz und Scheibenwischer

Um mit dem Auto gut durch den Winter zu kommen, sollte dem Kühlwasser rechtzeitig auch Frostschutzmittel im richtigen Mischverhältnis zugesetzt werden. Ohne – oder bei fehlerhafter Mischung – kann es im Extremfall zu gravierenden Schäden am Motor kommen. Frostschutz verhindert nicht nur das Gefrieren der Kühlflüssigkeit. Es schützt außerdem Kühler, Kühlkanäle und Wasserpumpe vor Rost und stabilisiert die elektrische Leitfähigkeit der Kühlflüssigkeit. Dadurch wird frühzeitiges Sieden verhindert. Das Auffüllen eines kältefesten Frostschutzkonzentrats in der Wischanlage gehört ebenfalls zu jedem Winter-Check. Auch die Scheibenwischer selbst sollten geprüft und ggf. ausgetauscht werden.

Lichtanlage überprüfen lassen

In der sogenannten dunklen Jahreszeit ist eine ausreichende Beleuchtung nicht nur Pflicht, sie dient auch der Sicherheit. Es empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung der Scheinwerfer. Spätestens im Herbst sollten die Leuchten zudem fachmännisch überprüft werden. Viele Werkstätten und Autohäuser bieten hier einen kostenlosen Licht-Check an.

Türdichtungen und Türschlösser im Blick haben

Damit die Türen bei Minusgraden nicht zufrieren ist es sinnvoll, die Tür- und Heckklappengummis mit speziellen Pflegemitteln (u. a. Fettstift oder Talkum) zu behandeln. Auch die Türschlösser laufen Gefahr, bei zu niedrigen Temperaturen zuzufrieren. Um dem vorzubeugen, können spezielle Sprays verwendet werden. Wenn es dafür zu spät ist und das Türschloss bereits zugefroren ist, kann man dieses mit Türschlossenteiser behandeln.

Autowäsche

Die Meinungen über die Häufigkeit einer Autowäsche in den Wintermonaten gehen weit auseinander. Generell können Sie es genauso wie im Sommer handhaben und das persönliche Sauberkeitsempfinden entscheiden lassen. Gut zu wissen: Nach einer gründlichen Wäsche mit anschließender Konservierung durch Wachs oder Politur ist der Lack vor Feuchtigkeit und Salz geschützt.

Was Sie im Winter im Fahrzeug haben sollten

Das Mitführen einer reflektierenden Warnweste und eines intakten Warndreiecks ist nicht nur in den Wintermonaten vorgeschrieben, ist aber bei den meist schlechten Sichtverhältnissen umso wichtiger. Auch der Erste-Hilfe-Kasten darf das Ablaufdatum nicht überschritten haben. Daneben empfehlen wir ein paar nützliche Helfer:

  1. Eiskratzer
  2. Schwamm (für beschlagene Scheiben)
  3. Scheibenenteiser
  4. Türschlossenteiser (bitte nicht im Fahrzeug aufbewahren!)
  5. Thermo-Scheibenschutz

Tipp: Durch Feuchtigkeit im Innenraum des Fahrzeugs kann es passieren, dass die Scheiben auch von innen einfrieren. Hier hilft eine kleine Schale oder eine Socke mit Salz zu füllen und diese im Auto zu platzieren. Dadurch wird die Feuchtigkeit gebunden und setzt sich nicht auf den Scheiben ab.

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